“Woran glaubt ihr als Kirche Mittendrin?”

Wir glauben an Gott, den Ursprung allen Lebens, der sich uns in der Bibel, die von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben wurde, durch eine Vielzahl verschiedener Texte vorstellt. Er zeigt sich uns in all seiner Macht und Ehre als ein liebevoller, Gott, der die Menschen zum Guten ruft und seit Anbeginn der Zeit seine Geschichte von Heil, Versöhnung und Liebe mit uns schreibt.

Wir glauben an Jesus von Nazareth den Sohn Gottes, der vor etwa 2000 Jahren als Gott und Mensch auf diese Welt kam. Er lebte ein irdisches Leben mit seinen Höhen und Tiefen, kann mit uns mitfühlen und versteht uns in unseren Herausforderungen. Auch ist er uns ein Vorbild darin, was es heißt, das Leben zu teilen und zu feiern und sich für andere Menschen einzusetzen. Er sah die Geringen, erhob die Gedemütigten, rief zur Umkehr auf und lebte aus dem Vertrauen auf Gott, seinen Vater. Im Leben Jesu lernen wir Gott, den Vater kennen, der auch mit uns in einer vertrauensvollen Beziehung leben möchte.
Drei Jahre lang war Jesus mit einer Gruppe Männer und Frauen unterwegs, um ihnen vorzuleben und zu erklären, wie Gott sich das Leben für und mit uns Menschen vorstellt. Viele von Jesu Aussagen und Predigten können wir heute in den Berichten von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in der Bibel nachlesen. Sein Vorbild dient uns als Orientierung, ihm in seinem Lebensstil nachzufolgen.
Am Ende seiner Zeit auf der Erde starb Jesus am Kreuz. Durch seinen Tod am Kreuz identifizierte er sich mit den tiefsten Abgründen der Menschen und der Welt. Weil er voll und komplett ein Teil dieser Welt und ihres Laufes wurde, versöhnte Gott die Welt und alle Menschen mit sich selbst. Durch diese Tat schuf Jesus die Grundlage des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen. Er räumte Schuld, Scham und Angst aus dem Weg, sodass wir in einer Beziehung mit Gott leben können, heute und in alle Ewigkeit.
Nach drei Tagen stand Jesus von den Toten auf. Wir glauben, dass das tatsächlich passiert ist und Auswirkungen auf uns heute, auf die ganze Welt und auch auf die Ewigkeit hat. In der Auferstehung überwindet Gott den Tod und allen Zerbruch in dieser Welt. Die Auferstehung gibt Hoffnung darauf, dass das Böse bei aller Gebrochenheit in dieser Welt nicht das letzte Wort haben wird. Wir glauben, dass sich die Auferstehungskraft von Jesus schon jetzt immer wieder zeigt und dann endgültig in der Ewigkeit bahnbricht, wenn auch wir auferstehen und mit Gott sein werden. Als Christen leben wir also in diesem schon jetzt und noch nicht.
Wir glauben daran, dass Jesus nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist und dass er einmal wiederkommen wird. Für diese Zwischenzeit schenkt Jesus uns den Heiligen Geist, durch welchen er in den Menschen, die ihm nachfolgen, als Tröster, Ratgeber, Hilfe und Kraft lebt. Er öffnet Herzen, heilt, wo etwas zerbrochen ist, stiftet Gemeinschaft und befähigt Menschen, einander zu dienen.
Und der Heilige Geist ist es auch, der uns Christen bis heute immer wieder bewegt und befähigt Jesu letzte Worte an seine Nachfolger zu leben: „Geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“

Auf dieser Glaubensgrundlage bauen wir die Kirche Mittendrin. Dies gilt auch wenn wir in Bezug auf Fragen der Glaubensgestaltung, politische Einstellungen und ethische Fragestellungen mit unterschiedlichen Perspektiven leben. Wir orientieren uns an dem Leitsatz „an der Liebe untereinander werden sie euch erkennen“.

Diese Überzeugungen zeigen sich in unseren Werten als Kirche Mittendrin:

Er ist es, an dem wir uns orientieren und der uns vorangeht.

Jesus ist jedem Menschen dort begegnet, wo er war, nicht, wo er vielleicht sein sollte. Ebenso wollen wir offen sein für jeden dem wir begegnen.

Feiern, trauern, essen, trinken, genießen, ruhen – das Leben ist so vielseitig, und wir wollen es gemeinsam leben!

Wir als Kirche Mittendrin wollen in Villingen-Schwenningen und Umgebung Gutes tun und auch praktisch ein Segen sein.

Jesus hat uns zugesprochen, Salz und Licht zu sein – aber nicht für uns als Kirche, sondern für alle Orte und Bereiche, wo unser Leben eben stattfindet.

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